Mittwoch, 2. November 2011

Weihnachtsstollen

Ein Rezept aus dem alten DDR-Kochbuch "Kochen - 1680 Rezepte für Sie". Ein wenig abgewandelt, die Menge halbiert und seit Jahren so mit Erfolg den Lieben präsentiert:



Zutaten:
  • 1 kg Mehl
  • 120 g Hefe
  • 0,3 l Milch
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 14 g Salz
  • 400 g Butter
  • 80 g Gänseschmalz (aus dem Kühlregal, eine Mischung aus Gänse- und Schweineschmalz)
  • 60 g Zitronat
  • 100 g gehackte Mandeln
  • 500 g Sultaninen
  • 100 g Korinthen
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelaroma oder 32 g bittere Mandeln
  • 1 Wasserglas Rum, Cointreau oder Amaretto
  • 1/4 Stück Butter zum Einpinseln
  • 1 Päckchen Vanillezucker und Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:

Einige Tage vor dem Backen die Sultaninen und Korinthen in einem gutem Schluck Rum einweichen (oder auch Cointreau, dem frz. Orangenlikör oder auch Amaretto). In diesem Jahr hatte ich mal wieder Rum. Am Abend vorher dann die Butter aus dem Kühlschrank stellen, damit sie zum Backen nicht zu fest ist.

Das Mehl in eine große Schüssel sieben (oder einfach schütten). In der Mitte mit einem Löffel eine Mulde formen. Die Milch leicht handwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen. Die Hefe-Mehl-Mischung in der Mitte etwas von dem Mehl zu einem Teig verrühren und eine halbe Stunde anspringen lassen.

Danach alle anderen Zutaten hinzufügen. Die Butter und das Schmalz sollten nicht zu fest sein. Eventuell ein paar Sekunden in der Mikrowelle weicher werden lassen (nicht schmelzen).

Das Zitronat ist zwar in der gekauften Packung schon gewürfelt. Aber meine (und auch mir) schmeckt es nicht, wenn es in diesen großen Würfeln in den Teig kommt. Also hacke ich diese Würfel noch etwas kleiner.

Alles gut zu einem Teig verarbeiten. Ich mache das mit der Hand. Oder eben mit einem Knethaken.

Dann sol der Teig an einem warmen Ort, aber nicht direkt an der Heizung/ dem Ofen, stehen. 2 Stunden gehen lassen.

Danach den Teig teilen. Ein Teil leicht flach drücken, dass ein längliches Rechteck entsteht. An der Längsseite zusammenklappen, aber nicht ganz auf Kante. Mit dem anderen Teigstück ebenso verfahren.

Im vorgeheizten Ofen auf einem Backblech auf Backpapier (ich hatte das Lochblech vom Brotbacken) bei 180 °C ca. 1 Stunde backen.

Nach dem Backen und Abkühlen die Stollen mit zerlassener Butter bepinseln und mit Vanillezucker bestreuen. Nach weiterem Abkühlen oder am nächsten Tag mit Puderzucker bestäuben. Macht man es zu früh, verschmilzt er mit der Butter. Das macht natürlich nichts, aber man will ja eine eine schöne weiße Oberfläche haben. Beim Abwarten bleibt die Oberfläche in aller Regel schön weiß und spart Zucker und Kalorien.

Und im Buch steht:
Stollen braucht mindestens eine Woche Lagerzeit.
Das schaffen wir nie. Hat zu lecker gerochen, wir konnten unseren Appetit nicht bremsen oder ich habe zu spät gebacken. Egal - es schmeckt trotzdem schon am nächsten Tag.

Weihnachtsstollen ist kein Diätkuchen. Aber uns schmeckt nur diese Variante. Sehr aromatisch (die Rosinen!) und nicht trocken. Ein Stück reicht ja auch zum Kaffee. Schließlich ist der Weihnachtsstollen ein ganze Weile lagerfähig.

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