Donnerstag, 3. November 2011

Malfa-Kraftma-Brot

Leider finde ich nur sehr wenige Informationen darüber im Netz. Es handelt sich dabei offensichtlich seit mehr als 50 Jahren um eine Brotspezialität aus dem Osten Deutschlands. Ich kenne dieses Brot auch aus Berlin und es schmeckte mir damals schon sehr gut. Aus irgendeinem Grund war es aber nicht "Unser täglich Brot". Charakteristisch an diesem Brot ist der Zusatz von gedarrtem, geröstetem und vermahlenem Sommer-Braumalz. Malfa soll stehen für "Malzfabrik" und Kraftma für "Kraftmalz".  Man soll dieses Mehl zu 10% hinzufügen. Ich habe heute mein erstes Brot damit gebacken, voilà:


Farbe, Geruch und Anschnitt gefielen mir sehr gut. Der Kanten schmeckte mir dann auch schon sehr gut. Und der Test durch meine Männer fiel großartig aus: Für lecker befunden!

Sauerteig:
  • 2 EL Sauerteig vom letzten Backen (der aus dem Kühlschrank)
  • 200 g Roggenmehl 1370
  • 200 ml lauwarmes Wasser
Morgens angesetzt, abends backfertig.

Zutaten:
  • 270 g Roggenmehl 1150
  • 20 g Malfa Kraftma-Mehl
  • 210 g Weizenmehl 550
  • 8 g Backmalz
  • 16 g Salz
  • 2 gestr. TL Brotgewürzmischung
  • 1 gestr. TL gemahlener Kümmel
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 0,5 g Trockenhefe
  • 400 g Roggensauerteig
Zubereitung:

Alle Zutaten abwiegen und mind 5 Minuten guten verkneten (mit der Maschine).

Anschließend 40 Minuten Teigruhe.

Einen Gärkorb gut ausmehlen und den Teig nach der Ruhezeit in den Korb geben. Mit einem in Wasser getauchten Teigschaber die Oberfläche glatt streichen, etwas Mehl darüber stäuben, mit einem Leinentuch abdecken und wieder 45 Minuten ruhen lassen.

Dann auf ein Blech kippen, einschneiden und im auf 270 °C vorgeheizten Ofen (ein Töpfchen Wasser auf dem Herdboden nicht vergessen, wenn man einen "normalen" Ofen hat). In den ersten 10 Minuten sprühe ich noch mehrmals Wasser auf die Seitenwände des Ofens für mehr Luftfeuchtigkeit.

Nach 10 Minuten auf 200 °C reduzieren und weitere 45 Minuten backen.

Wenn es verlockend duftet und beim Darauf-Klopfen hohl klingt, dann ist es auch wirklich perfekt.



Wir hatten ein deftiges Abendbrot mit Salami, Ziegenkäse, frischem Quark, Tomaten Zwiebeln und grüner Gurke. Und dazu ein kühles Hefeweizen :-)

1 Kommentar:

  1. ich kann mich noch an die malfa-brote der ddr erinnern. war in unserer grossen familie das alltagsbrot. es kostete damals -,81 ddr-mark und war richtig gross. es hatte einen guten geschmack, war schön fest und ließ sich gut schneiden. vor ein paar jahren habe ich durch zufall noch ein brot mit dem roten label kaufen können, war übrigens das beste was jetzt so an gepansche als malfa-brot angepriesen wird. also viel glück und guten appetit wenn ihr mal ein "echtes" malfa-brot erwischen solltet. übrigens schmeckte es nach 2-3 tagen lagerung noch besser und auch die poren waren wesentlich kleiner.

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...